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- Notebooks und andere Elektronik wurde in den letzten Wochen bereits deutlich teurer.
- Auch 2027 ist ein Ende des Preisauftriebs nicht absehbar.
- Das wiederum könnte zu erheblichen Absatzeinbrüchen auf dem Notebookmarkt führen.
Steigende Preise für Prozessoren, Arbeitsspeicher und SSDs könnten den weltweiten Notebookmarkt im kommenden Jahr erheblich belasten. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce rechnet für 2027 mit rückläufigen Verkaufszahlen. Je nachdem, wie stark die Hersteller ihre gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben, könnte der Absatz im hohen einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
In seiner aktuellen Marktanalyse geht TrendForce zunächst von einem Rückgang der weltweiten Notebook-Auslieferungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Sollten die Preise für DRAM-Speicher und Prozessoren jedoch dauerhaft hoch bleiben, könnten steigende Verkaufspreise die Nachfrage zusätzlich schwächen. Verbraucher und Unternehmen würden ihre vorhandenen Geräte dann möglicherweise länger nutzen und geplante Neuanschaffungen verschieben.
Steigende Komponentenkosten setzen Hersteller unter Druck
Bereits 2026 wurde der Notebookmarkt nach Einschätzung von TrendForce durch mehrere Sondereffekte gestützt. Dazu gehörten eine verbesserte Verfügbarkeit von Prozessoren, vorgezogene Bestellungen der Hersteller und eine frühzeitige Erneuerung bestehender Gerätebestände.
Ein Teil der ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2026 oder spätere Zeiträume vorgesehenen Anschaffungen wurde dadurch bereits früher getätigt. Entsprechend könnte die Nachfrage nach Ersatzgeräten im kommenden Jahr schwächer ausfallen.
Gleichzeitig geraten die Hersteller zunehmend unter Kostendruck. Solange noch günstig eingekaufte Komponenten auf Lager liegen, lassen sich Preissteigerungen teilweise abfedern. Mit dem Abbau dieser Bestände schlagen höhere Einkaufspreise für CPUs, DRAM und SSDs jedoch stärker auf die Produktionskosten durch.
Wie groß der Anteil dieser Komponenten bereits ist, verdeutlicht eine Beispielrechnung von TrendForce. Bei einem nicht näher bezeichneten Notebook mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 900 US-Dollar entfielen im dritten Quartal 2026 rund 68 Prozent der Materialkosten auf Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD.
Die Hersteller stehen damit vor mehreren Möglichkeiten: Sie können ihre Verkaufspreise erhöhen und eine sinkende Nachfrage riskieren, die Mehrkosten selbst tragen und geringere Gewinnmargen akzeptieren oder die technische Ausstattung ihrer Geräte reduzieren. Letzteres könnte allerdings die Attraktivität neuer Notebookgenerationen beeinträchtigen.
KI-Nachfrage belastet Speichermarkt
Besonders angespannt dürfte die Versorgung mit DRAM-Speicher bleiben. TrendForce erwartet, dass die hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor auch 2027 erhebliche Produktionskapazitäten bindet. Für klassischen PC-Arbeitsspeicher besteht deshalb das Risiko, dass das Angebot nur begrenzt wächst.
Beim NAND-Flash-Speicher, der unter anderem in SSDs eingesetzt wird, rechnen die Marktforscher dagegen mit einer Entspannung in der zweiten Jahreshälfte 2027. Dann sollen zusätzliche Produktionskapazitäten verfügbar werden.
Für Notebookhersteller dürfte es unter diesen Bedingungen schwierig werden, gleichzeitig stabile Verkaufspreise, eine unveränderte technische Ausstattung und die bisherigen Gewinnmargen aufrechtzuerhalten. Entscheidend für die Marktentwicklung wird nach Einschätzung von TrendForce deshalb sein, welchen Anteil der gestiegenen Kosten die Unternehmen an ihre Kunden weitergeben.
Notebookproduktion könnte sich stärker nach China verlagern
Neben der Preisentwicklung bei Komponenten könnten auch Veränderungen in den internationalen Lieferketten eine Rolle spielen. Sollten die Handelszölle nicht weiter steigen, hält TrendForce eine stärkere Verlagerung der Notebookproduktion nach China für möglich. Hersteller könnten dadurch versuchen, ihre Fertigungskosten zu reduzieren.
Bereits 2025 entfielen nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens rund 76 Prozent der weltweiten Notebookproduktion auf China. Für 2026 wird ein Anstieg auf 79 Prozent erwartet. Im kommenden Jahr könnte der Anteil erstmals die Marke von 80 Prozent überschreiten.
Insgesamt sieht TrendForce für 2027 damit weniger die Verfügbarkeit von Bauteilen als vielmehr die Auswirkungen steigender Produktionskosten auf die Nachfrage als zentrales Risiko für den Notebookmarkt.


